Alarm im Darm

„Sie haben Darmkrebs.“ Wie würde es Ihnen gehen, wenn Sie diesen Satz hören? Vermutlich bräche eine Welt für Sie zusammen. Soviel ist sicher: Wer an Darmkrebs erkrankt, ringt mit existentiellen Gefühlen: Todesangst. Tiefer Trauer. Hilfloser Ohnmacht. Nicht nur die Betroffenen. Auch die Angehörigen und Freunde der Erkrankten.


Wie Darmkrebs entsteht

Darmkrebs bildet sich aus zunächst gutartigen Vorstufen. Damit sind Wucherungen der Darmschleimhaut oder Polypen gemeint. Weit verbreitet sind diese bei Frauen und Männern über 50. Bei 30 Prozent der Patienten ist der Darmkrebs vererbt. Andere Ursachen können in einer ungesunden Lebensweise liegen: Rauchen, falsche Ernährung oder zu wenig Bewegung. Schließlich haben auch Typ 2-Diabetiker ein erhöhtes Darmkrebs-Risiko.


Heimtückisch auf der Endstation

Sie fühlen sich fit. Ihr Appetit ist prächtig. Sie sind erst 50. Wunderbar! Nur Darmkrebs könnten Sie trotzdem haben. Denn typisch für ihn ist, dass er im Verborgenen wächst und sich die Geschwulst über einen langen Zeitraum entwickelt. Ohne Beschwerden zu verursachen. Das heißt, Sie spüren ihn lange Zeit nicht. Treten Schmerzen auf, ist der Krebs oft schon sehr groß – oder hat Metastasen gebildet. Als Faustregel gilt deshalb: Je früher der Krebs entdeckt wird, desto besser sind seine Heilungschancen.

Informieren Sie sich über Vorsorgemöglichkeiten.


Hören Sie auf Ihren Bauch

Meistens beginnt es ganz harmlos. Ein bisschen Blut im Stuhl. Bauchschmerzen oder Durchfall. Sie sagen sich: „Ach, nicht weiter schlimm.“ Gerade weil die Symptome am Anfang sehr unspezifisch aussehen, ist besondere Vorsicht geboten.


Gehen Sie bei diesen Anzeichen zum Arzt!

  • Sie entdecken Blut im Stuhl.
  • Sie bemerken wechselnde Stuhlgewohnheiten: Durchfall und Verstopfungen.
  • Sie klagen häufiger über krampfartige Bauchschmerzen.
  • Sie fühlen sich ausgelaugt, müde – ohne Kraft und Energie.
  • Sie leiden häufig an Übelkeit, Völlegefühl und Appetitlosigkeit.
  • Sie verlieren Gewicht, sind blass und wirken wie blutarm.

Den passenden Experten für die Darmkrebsvorsorge oder -behandlung finden Sie auf unserer Ärzteliste.