Wie Darmkrebs entsteht

Darmkrebs bildet sich aus zunächst gutartigen Vorstufen, den Polypen. Weit verbreitet sind diese bei Frauen und Männern über 50. In diesem Alter hat etwa jeder dritte Mensch Polypen im Dickdarm. Die meisten Darmkrebs-Patienten entwickeln den Krebs ohne dass Verwandte bereits betroffen waren, nur bei jedem dritten Patienten mit der Diagnose „Darmkrebs“ ist dieser vererbt. Eine ungesunde Lebensweise kann die Krebsentstehung begünstigen: Rauchen, viel Grill- und Räucherfleisch und zu wenig Bewegung sind beeinflussbare Risikofaktoren. Schließlich haben auch Typ 2-Diabetiker ein etwas erhöhtes Darmkrebs-Risiko.


Krebs im Frühstadium macht keine Beschwerden

Sie fühlen sich fit. Ihr Appetit ist prächtig. Sie sind erst 50. Wunderbar! Nur Darmkrebs könnten Sie trotzdem haben. Krebs in den Anfangsstadien macht nämlich keinerlei Beschwerden. Es ist aber gerade das Krebs-Frühstadium, das nicht verpasst werden sollte, denn es bestehen dann noch gute Heilungschancen.


Vorsorge rettet Leben

Würden alle Menschen ab 50 Jahren zur Vorsorge-Darmspiegelung gehen, wäre der Dickdarmkrebs eine seltene Krankheit. Neueste Zahlen auch aus Brandenburg belegen, dass seit Einführung der Vorsorge-Darmspiegelung die Krebs-Häufigkeit um ca. 15% zurück gegangen ist. Im gleichen Zeitraum hat nur etwa jeder 8. Anspruchsberechtigte eine Darmspiegelung in Anspruch genommen - eine weitere, erhebliche Absenkung der Darmkrebs-Häufigkeit ist also durch eine verbesserte Inanspruchnahme der Vorsorge-Darmspiegelung zu erwarten. Aufgrund der neuesten guten Beobachtungsdaten gibt es bereits Überlegungen bei den Krankenkassen, dass Anspruchsalter für die Vorsorge-Darmspiegelung weiter abzusenken.

Informieren Sie sich über Vorsorgemöglichkeiten.


Wann sollte ich meinen Arzt nach einer Darmspiegelung fragen?

  • Sie sind 50 Jahre alt.
  • Sie entdecken Blut im Stuhl.
  • Sie bemerken wechselnde Stuhlgewohnheiten: Durchfall und Verstopfungen.
  • Sie klagen häufiger über krampfartige Bauchschmerzen.
  • Sie fühlen sich ausgelaugt, müde – ohne Kraft und Energie.
  • Sie verlieren Gewicht und sind blass.

Den passenden Experten für die Darmkrebsvorsorge oder -behandlung finden Sie auf unserer Ärzteliste.