Gib Darmkrebs keine Chance

Vorsorge ist das beste Rezept. Denn je früher Darmkrebs entdeckt wird, desto größer sind seine Heilungschancen. Heute werden 70 Prozent der Darmkrebsfälle in einem frühen Stadium erkannt. Dies rettete in den letzten zehn Jahren vielen Menschen das Leben.


Zuverlässige Vorsorge-Methoden

Weil Darmkrebs langsam wächst, sind die Chancen der Früherkennung immens. Ab dem 50. Lebensjahr haben Sie einen gesetzlichen Anspruch auf Beratung zur Darmkrebsvorsorge. Die bewährtesten Methoden der Vorsorge sind ein spezieller Test (iFOBT) auf verstecktes Blut im Stuhl und die Darmspiegelung. Die Darmspiegelung dauert nur ca. 20 Minuten, ist dabei die effektivste Methode zur Früherkennung von Darmkrebs.

Die gesetzliche Früherkennung übernimmt für Personen im Alter von 50 bis 54 Jahren  jährlich die Kosten für einen iFOBT-Test (Blutstuhltest), einem Test der verstecktes Blut im Stuhl anzeigt. Ab dem 55. Lebensjahr besteht alle zwei Jahre der Anspruch auf einen Blutstuhltest, wenn keine Darmspiegelung stattgefunden hat. Bei auffälligem Test besteht der Anspruch auf eine abklärende Darmspiegelung.

Männer haben ab einem Alter von 50 Jahren einen gesetzlichen Anspruch auf eine Darmspiegelung (Koloskopie), Frauen ab dem Alter von 55 Jahren. Bei unauffälligem Befund besteht der Anspruch auf eine zweite Darmspiegelung mit einem Mindestabstand von 10 Jahren zur ersten.


Darmspiegelung - reinschauen lohnt sich

Manchmal reicht schon ein Spiegel, um sein Leben zu schützen. Eine Darmspiegelung, auch Koloskopie genannt, ermittelt gutartige Wucherungen auf der Darmwand. Noch bevor sich überhaupt ein Krebs entwickelt hat. Diese sogenannten Darmpolypen werden bereits während der Untersuchung schmerzfrei und restlos abgetragen.


Keine Angst vorm Befund

Nur bei ungefähr 20 Prozent der Untersuchten werden Polypen gefunden. Sie sollten keine Angst vor dem Befund haben. Meistens sind es harmlose Geschwülste. Auch wenn sich bereits erste Krebszellen gebildet haben: Das ist kein Grund zum Verzweifeln. Frühe Stadien lassen sich sehr gut behandeln und heilen.


Ihre Entscheidung

Ob Sie an einer Früherkennungsuntersuchung teilnehmen möchten, entscheiden Sie selbst. Sind Sie sich unsicher, können Sie sich bei unabhängigen Stellen und dem Arzt Ihres Vertrauens informieren. Sie können sich auch direkt an eine Facharztpraxis (z.B. Gastroenterologie) wenden, eine Überweisung des Hausarztes ist nicht notwendig.

 

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