„Brandenburg gegen Darmkrebs“ ist eine Aufklärungskampagne, die sich für die Teilnahme an der Darmspiegelung als Vorsorgeuntersuchung einsetzt. Das Bündnis ist seit dem Jahr 2003 aktiv und wirbt seitdem auch auf unkonventionellen Wegen. Das Motto ist: „Kommt der Patient nicht zum Arzt, gehen wir auf den Patienten zu.“
Auf diese Weise ist es gelungen, das Land Brandenburg bei den Darmkrebsvorsorge-Untersuchungszahlen bundesweit auf einen Spitzenplatz zu bringen. Seit Oktober 2002 haben 14 Prozent der Altersgruppe ab 55 Jahren an der Untersuchung teilgenommen. Das sind etwa 5 Prozent mehr als im Bundesdurchschnitt.
Wir werten das als Ergebnis unserer intensiven Öffentlichkeitsarbeit. Dafür sprechen auch weitere Indizien:
„Brandenburg gegen Darmkrebs“ hat die Öffentlichkeitsarbeit speziell auf die Anspruchsberechtigten ausgerichtet, die noch nicht im Rentenalter sind. Deshalb wurden Arbeitgeber angesprochen und Partner wie die Industrie- und Handelskammer und die Handwerkskammer für die Verteilung von Informationsmaterial gewonnen.
Außerdem
stand der „Märkische Mann“ im Fokus. Das ist eine Spezies,
die leistungsfähig und gesund ist und nicht freiwillig zum Arzt
geht. Die Zahlen zeigen jedoch, dass auch Männer vernünftigen
Argumenten zugänglich sind.
Für die engagierte
Öffentlichkeitsarbeit wurde „Brandenburg gegen Darmkrebs“ im
Jahr 2005 mit dem Felix Burda Award für Kommunikation
ausgezeichnet.
Die Aufklärungskampagne unterstützt das gesundheitspolitische Ziel, innerhalb von zehn Jahren die Zahl der Neuerkrankungen an Darmkrebs und der Todesfälle um mehr als die Hälfte zu senken. Die Darmkrebsvorsorge ist gemeinsames Anliegen von Landesregierung, Kassenärztlicher Vereinigung, Landesärztekammer und Landeskrankenhausgesellschaft sowie des Tumorzentrum Land Brandenburg e. V..
Die Kampagne wird durch die Landesarbeitsgemeinschaft Onkologische Versorgung Brandenburg e.V. getragen.

Körper und Geist in Bewegung halten, das ist mein Rezept, um auch im Alter fit und gesund zu sein. Das hilft meistens, aber nicht immer. Bei der Darmkrebsvorsorge vertraue ich auf den Rat meines Arztes und lasse mich untersuchen. Sie sollten das auch tun.
Jörg Schönbohm, Politiker